Selbstverständnis

Von welcher Situation wir ausgehen

Unsere Welt ist geprägt von Ungerechtigkeiten, denn noch immer ist das Leben der Mehrheit von Ungleichheit, Unterdrückung und Überlebenskampf gezeichnet.

Das kapitalistische System ist maßgeblich verantwortlich für Kriege, Ausbeutung und Ungerechtigkeiten, die zu allgegenwärtiger Konkurrenz und Vereinzelung der Menschen führen. Dieses Klima des Gegeneinanders und der Ausgrenzung bietet den Nährboden für Faschismus und Rassismus.

Wir setzen dem einen aktiven Antifaschismus entgegen, der an sich den Anspruch stellt, Ursachen statt nur Symptome zu benennen und zu bekämpfen. Strukturellem Rassismus durch Behörden, staatliche Organe und Verfassung, sowie dem oft unterschätzten Alltagsrassismus treten wir mit der gleichen Entschlossenheit entgegen. Protestformen sind dabei vielfältig, wir distanzieren uns daher nicht von Aktionen einzelner Aktivist*innen, da diese eigenverantwortlich handeln.

Wie wir uns politisch verorten und wer dabei ist

Wir verstehen uns als Bündnis linker, emanzipatorischer, herrschaftskritischer und antikapitalistischer Personen. Wir kämpfen für eine Welt ohne Ausbeutung, Herrschaft und Gewalt, in der selbstbestimmtes Leben in Frieden möglich, und die Freiheit aller Menschen keine Utopie ist.

Wie wir organisiert sind und Entscheidungen treffen

Es gibt es bei uns keine*n Vorsitzende*n, keine Bevollmächtigten, keine Verteter*innen oder keine beschlussfindenden Minderheiten. Alle Entscheidungen werden stattdessen vom Plenum getroffen. Dabei entscheiden wir basisdemokratisch und im Konsens, also im Einvernehmen aller – nicht nach dem Recht des Stärkeren, des Lauteren oder einer bloßen Mehrheit.

Was bei uns keinen Platz hat

Wir akzeptieren keine Menschen, die durch ihr Reden oder Handeln andere herabwürdigen und, egal wie, in ihrer Freiheit und Existenz einschränken. Explizit wenden wir uns hiermit gegen Rassismus und Faschismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Homo- und Transphobie, Sexismus und Antisemitismus.

Jegliche Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und des Menschenhasses, der Unterdrückung und Diskriminierung werden bei uns keinen Platz finden.

Dabei klammern wir auch uns selbst nicht aus; die Arbeit gegen Diskriminierung und Hierarchien ist niemals abgeschlossen.

Wir nehmen Abstand von verkürzter Kapitalismuskritik. Denn es ist falsch, einzelnen Menschen die Schuld an den hier aufgezählten Problemen zu geben und nach einer Strafe für sie zu verlangen. Wir sind uns bewusst darüber, dass die meisten nicht durch die Willkür Einzelner an einem guten Leben gehindert werden, sondern dass ihre Misere das Ergebnis struktureller Machtgefüge ist, die nur durch die Mitwirkung von Mehrheiten wirksam werden. Daher begreifen wir die bis jetzt genannten Probleme als Gesamtzusammenhang, der nur als solcher überwunden werden kann.