Rassismus und Geschichtsrevisionismus bei WüGIDA

Wieder ist eine WüGIDA-Woche vorbei. Die Anzahl der Teilnehmer_innen schrumpft weiterhin, der Rassismus, die Islamophobie und Absurdität ihrer Beiträge wachsen dagegen munter an. Ein paar Antirassist_innen haben am Montag, den 02.03.2015, einzelne Reden der WüGIDA-Redner dokumentiert:
Mit der Ansage: „Wir sind friedlich. Ihr seid lächerlich.“ scheiterte PersonX schon zu Beginn mit dem Versuch die Gegendemonstranten anzugreifen. Es ist schon immer klar gewesen, dass das Mantra der “friedlichen, besorgten Bürger”, die bei Pegida mitlaufen nur reine Propaganda ist, um mit ihrem Rassismus  breite bürgerliche Kreise zu erreichen. 
Dass das in Würzburgwie in allen anderen Ablegerstädten auchgrandios gescheitert ist, liegt vor allem an den Rechercheleistungen engagierter Menschen, die seit Beginn vehement vor dem rechten Netzwerk der organisierten Kräfte hinter Pegida warnen. [1]
In einem weiteren Beitrag wird die Bombardierung von Würzburg historisch verdreht.
Ein Würzburger, der angeblich damals dabei gewesen sein soll, berichtet: „Die Befreiung war zwei Wochen bevor die  Amerikaner hier einmarschiert sind [] Es war völlig überflüssig.” Engländer hätten ihm über die Bombardierung folgendes erzählt: „Die Ausbildung lief auf vollen Touren und  wir haben so viele Besatzungen, […] es war abzusehen, dass die nicht mehr zum Einsatz kommen und damit die ihren Freundinnen was zu erzählen haben.”
Das ist Geschichtsrevisionismus in Reinform, wie ihn die Nazis in Dresden jahrelang propagiert haben. Nur durch breiten und solidarischen antifaschistischen und zivilgesellschaftlichen Widerstand konnte überhaupt wieder eine kritsche Perspektive auf die besondere Geschichte, speziell auch auf die damaligen Täter_innen geworfen werden.
Würzburg hat zum Glück noch nicht den größten Naziaufmarsch Europas jedes Jahr vor der Nase. Nun müssen wir alle am 15.03 auf den Straßen dieser Stadt Platz nehmen, sodass dies auch so bleibt! Das hat uns die Geschichte gelehrt:
Um Nazis und rassistische Ideologien wirksam zu verhindern, helfen leider keine “Runden Tische” oder “Dialoge”. Oft hilft leider nur die Erkenntnis: Naziaufmarsch in unserer Stadt?! Läuft nicht!
- In einem weiteren Beitrag: “Ich habe nichts gegen Smartphones, aber…” mit dem Abschluss “Sowas ist nur im Irrenhaus Deutschland  denkbar. Das hat nichts mehr mit Vernunft zu tun“ wird über eine geplante App berichtet, die Asylbewerber_innen die Orientierung in ihrer Stadt erleichern soll. Unter anderem wird behauptet, dass das zu “einer Bildung von Parallelgesellschaften führt.” Warum es dazu kommen sollte, wenn sich Asylsuchende besser in ihrer Stadt orientieren können ist mehr als lächerlich und fragwürdig. [2]
Auch die Angriffe auf Politiker_innen werden immer absurder, so ist in Bezug auf die App auch von „Kaviarschmatzenden Politikern“ die Rede. Der Zusammenhang bleibt offen!
Krönend ist allerdings ein Betrag eines Redners, der wahrscheinlich einer Kabarettshow entschlüpft ist. Er spricht die Jugend an, sie solle ihre Hosen ausziehen und diese über den Kopf stülpen. Wenn sie dann die Augen aufmachen, werden sie nichts sehen.
Der Sinn dieser Rede bleibt mehr als Fragwürdig und mehr als absurd. Wenn ihr es nicht glauben könnt, kommt das nächste mal vorbei!
Wir rufen weiterhin alle Menschen auf sich Seite an Seite gegen den Rassismus zu stellen. Nazis sollten keinen Öffentlichen Raum bekommen, um ihre rechte Propaganda auf die Straße zu tragen! Ladet Freund_innen ein und kommt am 15.03. nach Würzburg, um ein deutliches Zeichen gegen Rassismus zu setzten!

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