Kein Vergeben, kein Vergessen!

Für den 15. März rufen Neonazis zu einem Aufmarsch unter dem Motto “Gegen das Vergessen”, anlässlich der Bombardierung Würzburgs zum Ende des 2. Weltkriegs, auf. Diesen geschichtsrevisionistischen Akt werden wir so nicht hinnehmen. Deshalb trafen wir uns am heutigen Samstag, um den Opfermythos um die “unschuldige Stadt Würzburg” aufzudecken und anzugehen. Wir besuchten symbolisch zwei Orte in Würzburg, um zu zeigen, dass auch Würzburg eine Stadt der Täter war. Würzburgs Rolle bei der Euthanasie war zentral.

Zuerst besuchten wir das Gelände der heutigen Franz-Oberthür-Schule auf dem früher Folter-Gefängnisbaracken der Gestapo standen. 152 Menschen überlebten die Haft nicht. Der nächste Ort, den wir besuchten, war die Nervenklinik Würzburg, an welcher wir auch eine Gedenktafel anbrachten. Dort befand sich ein KZ-Außenlager von Flossenbürg. 2 Menschen fanden dort den Tod.

Dies sind nur zwei von unzähligen Orten im Würzburger Stadtgebiet, an denen Naziverbrechen stattgefunden haben. Wir lassen eine Täter-Opfer Verklärung durch Ewiggestrige nicht zu! Auch Würzburg war eine Täter-Stadt!

Mit deutschen Traditionen brechen! Opfermythen angreifen! Den Neonazi-Aufmarsch am 15. März zum Desaster machen!

Kein Vergeben, kein Vergessen! Kein Vergeben, kein Vergessen!

Gedenktafel

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